Regulierung
2026-08-01
Ab morgen müssen Chatbots in der EU sagen, dass sie KI sind — und Deepfakes müssen gekennzeichnet werden
Am 2. August werden die Transparenzregeln aus Artikel 50 des EU-KI-Gesetzes durchsetzbar: Chatbots müssen offenlegen, dass sie KI sind; synthetische Bilder, Audio und Videos brauchen maschinenlesbare Kennzeichnungen; Deepfakes und KI-generierte Texte zu Themen von öffentlichem Interesse müssen gekennzeichnet werden; Emotionserkennung muss offengelegt werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 15 Millionen Euro oder 3 % des Weltumsatzes. Auch das Durchsetzungsinstrumentarium der Kommission gegenüber Anbietern von Allzweck-KI — Auskunftsverlangen, Modellzugang, Rückrufe — wird aktiviert. Die Regeln für Hochrisikosysteme bleiben durch den Digital Omnibus auf Ende 2027 und 2028 verschoben.
Warum es wichtig istDas ist der erste Teil des KI-Gesetzes, den normale Nutzer wirklich sehen werden: Kennzeichnungen in Produkten des Alltags. Jedes Unternehmen mit EU-Nutzern — auch außereuropäische — muss ab morgen die Vorgaben erfüllen.
✓ Verifiziert · 3 Quellen
In der App lesen — kostenlos, 9 Sprachen
Verwandte Meldungen
Nevada erlaubt Las Vegas bis zu 8.000 fahrerlose Taxis — Teslas Obergrenze stieg in fünf Wochen von 10 auf 5.000
2026-08-21OpenAI hat ein Team gegründet, dessen erklärte Sorge lautet, dass ein Unternehmen wie OpenAI am Ende zu viel Macht hat
2026-08-21OpenAI sagt, es könne Missbrauch überwachen, ohne die Daten Ihres Unternehmens zu behalten — und zeigt dabei auf Anthropic
2026-08-20Ein Polizist in Florida hat das Kennzeichen seiner Ex-Frau 717-mal abgefragt. Eine Stadt in Kansas hat ihre Kameras gerade abgeschaltet.
2026-08-20Vor sechs Monaten schickte Hollywood ByteDance eine Unterlassungsaufforderung. Diese Woche unterzeichneten beide einen Waffenstillstand — und es floss kein Geld.
2026-08-20