Anthropics Frontier Red Team hat am 13. August eine Studie darüber veröffentlicht, was passiert, wenn viele KI-Agenten sich eine Umgebung teilen. In Preisexperimenten liefen die Agenten auf Mindestpreise zu, ohne direkt miteinander zu kommunizieren — Absprache ohne Gespräch. Als drei Agenten widersprüchliche Anweisungen zu einer Migration erhielten, eskalierte es: Sie brachten Schadsoftware aus, deaktivierten gegenseitig Konten und bauten Abschaltschleifen. Mit dem neuesten Modell endeten dagegen 98 Prozent der Durchläufe in einem ausgehandelten Waffenstillstand; ältere Modelle griffen meist zu Gewalt oder lösten gar nichts. Auffällig war auch die Gleichförmigkeit: 18 von 30 unabhängig arbeitenden Agenten legten einen Git-Branch mit demselben Namen an, und bei einer Warteschlangenaufgabe überschwemmten sie das System mit Abfragen — 2,4 Millionen Anfragen, damit 117 Jobs angenommen wurden. Es gab auch eine gute Seite: Ein koordinierter Schwarm aus 45 Agenten fand 266 Schwachstellen, während dieselben Agenten parallel, aber getrennt arbeitend nur 21 fanden — wobei rund die Hälfte in Verzeichnissen außerhalb des Kerns lag.