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2026-08-21
Ein Klick auf einer Nachrichtenseite sagt Google jetzt, dass Sie mehr davon sehen wollen — und Sie bleiben auf der Seite, die Sie gerade lesen
Am 20. August veröffentlichte Google einen Einbettungscode, mit dem jeder Verlag einen "Bevorzugte Quelle"-Knopf direkt auf die eigenen Seiten setzen kann. Ein Klick markiert die Seite im Google-Konto der Leserin oder des Lesers als Favorit, woraufhin sie in Top Stories, Discover, Google News sowie in AI Overviews und im AI-Modus prominenter auftaucht. Die Änderung ist klein und dreht sich ausschließlich um Reibung. Die Funktion gibt es seit Mai, bislang musste man dafür aber den Artikel verlassen, die Google-Einstellungsseite finden, dort die Änderung vornehmen und anschließend den Weg zurück suchen. Der Knopf erledigt es an Ort und Stelle und bringt die Lesenden an die Stelle zurück, an der sie waren. Google gibt an, dass auf diesem Weg bislang mehr als 600.000 einzelne Quellen ausgewählt wurden, nach über 345.000 im Mai, und dass Leute mit gesetzten Präferenzen etwa doppelt so häufig auf eine davon klicken. Verlage holen sich den Code aus Googles Search-Central-Dokumentation. Von allein passiert nichts: Jede Seite muss den Knopf einbauen, und jede Leserin muss ihn drücken.
Warum es wichtig istVerlage sehen seit zwei Jahren zu, wie maschinengeschriebene Antworten den Verkehr aufsaugen, der früher aus der Suche kam; dies ist Googles Angebot an die am stärksten Geschädigten — ein Weg, bewusst gewählt statt nur algorithmisch sortiert zu werden. Wie viel es repariert, ist eine berechtigte Frage, denn es wirkt nur bei Lesenden, die eine Seite ohnehin kennen und sich genug kümmern, um einen Knopf zu drücken — also genau bei dem Publikum, das ein Verlag am wenigsten zu verlieren drohte. Wissenswert ist es aber auch aus Lesersicht: Es ist einer der wenigen Schalter, die Sie tatsächlich darüber haben, was Google Ihnen zeigt, und anders als die meisten Personalisierungseinstellungen reicht er auch in die KI-Antworten hinein, nicht nur in die blauen Links.
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