Regulierung
2026-08-19
Ein 1914 geschriebenes Gesetz richtet sich gegen die Art, wie Wagniskapital seit jeher arbeitet
Das Justizministerium ermittelt Berichten vom 17. und 18. August zufolge seit fast einem Jahr gegen Andreessen Horowitz wegen der Aufsichtsratsmandate, die dessen Partner bei zwei konkurrierenden Datenunternehmen halten. Mitgründer Ben Horowitz sitzt im Board von Databricks, Partner Martin Casado ist Direktor bei Fivetran. Beide verkaufen Unternehmen das Werkzeug, um große Datenmengen zu sammeln, zu ordnen und auszuwerten — den Rohstoff für die KI-Systeme, die diese Unternehmen bauen. Abschnitt 8 des Clayton Act von 1914 verbietet es einer Person, in den Vorständen zweier konkurrierender Firmen zu sitzen, weil ein Unternehmen gegen einen Rivalen, mit dem es den Sitzungssaal teilt, kaum hart konkurriert. Neu ist die Frage, ob dieses Verbot auch eine Beteiligungsgesellschaft erfasst, die durch zwei verschiedene Partner vertreten wird statt durch eine Person mit zwei Rollen. Eine Entscheidung über Sanktionen steht aus, und die Ermittlungen laufen trotz der engen Verbindungen der Firma zur amtierenden Regierung weiter.
Warum es wichtig istÜberlappende Mandate sind im Wagniskapital kein Randfall, sondern das Geschäftsmodell: Ein Fonds beteiligt sich quer durch eine Branche, gerade weil er nicht wissen kann, wer gewinnt, und seine Partner sitzen in den Räumen, um diese Anteile zu schützen. Entscheidet das Justizministerium, dass eine Firma für die Zwecke eines 112 Jahre alten Gesetzes als eine Person zählt, wird die übliche Partnerschaftsstruktur zum rechtlichen Risiko der gesamten Branche und nicht nur dieses einen Hauses. Für die KI ist das besonders relevant, weil eine Handvoll Fonds in den meisten Unternehmen sitzt, die auf jeder Ebene konkurrieren — Modelle, Daten, Werkzeuge — und weiß, was jedes davon vorhat.
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