Neue Modelle
AI Minute Newsroom
2026-08-28
Googles Videomodell lässt sich jetzt sagen, wo eine Einstellung beginnt und wo sie endet — und Entwürfe kosten ein Drittel
Google hat am Donnerstag, dem 27. August 2026, Gemini Omni 1.1 Flash veröffentlicht, ein Produktionsupdate seines Videogenerierungsmodells, das sich an Menschen richtet, die Werkzeuge und Arbeitsabläufe bauen, nicht an Einzelclips. Vier Dinge sind neu. Die Szenenverlängerung dehnt einen Clip in 10-Sekunden-Schritten auf bis zu 40 Sekunden und liest nun bis zu 10 Sekunden vorangegangenes Material als Kontext statt nur den letzten Moment — das hält die Verlängerung visuell konsistent. Die Keyframe-Steuerung erlaubt, ein erstes und ein letztes Bild vorzugeben und den Übergang samt Kamerabewegung dazwischen vom Modell erzeugen zu lassen. Ein 360p-Vorschaumodus liefert Rohentwürfe bis zu 60 Prozent schneller und zu einem Drittel der Kosten der üblichen 720p-Ausgabe, womit Iterationsschleifen nicht mehr teuer sind. Videoreferenzen lassen einen Prompt bis zu drei Sekunden bestehendes Material zitieren, um Figur oder Look über mehrere Einstellungen hinweg stabil zu halten. Fertiges kann auf 1080p oder 4K hochskaliert werden. Verfügbar ist es in Google AI Studio, über die API der Gemini Enterprise Agent Platform und in Google Flow für Plus-, Pro- und Ultra-Abonnenten; die Szenenverlängerung kommt in bezahlten Stufen auch in die Gemini-App.
Warum es wichtig istDas Schwierige an generativem Video war nie der eine schöne Clip — es war, die zweite Einstellung zur ersten passen zu lassen. Keyframes und Videoreferenzen zielen beide darauf: Sie erlauben, Anschluss vorzugeben, statt auf ihn zu hoffen. Der billige 360p-Entwurfsmodus zählt aus demselben Grund, nur vom anderen Ende. Wenn ein misslungener Take ein Drittel kostet und doppelt so schnell da ist, beginnt der Arbeitsablauf eher nach Schnitt auszusehen als nach Glücksspiel.
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