Werkzeuge
2026-08-12
Musks Antwort auf das Agentenrennen: ein Bot mit eigenem Computer, eigenen Logins und ohne eigenen Preis
SpaceXAI — das Unternehmen, das entstand, als SpaceX im Mai xAI übernahm — hat Grok Bot am 11. August in die öffentliche Beta gebracht. Jeder Bot bekommt einen eigenen Rechner in der Cloud, meldet sich bei den Werkzeugen an, die man ohnehin nutzt, und arbeitet ohne API quer über Apps und Postfächer hinweg, auch bei Diensten, die nie eine gebaut haben. Weil die Maschine entfernt läuft, gehen Aufträge bei zugeklapptem Laptop weiter; der Bot meldet sich nur, wenn etwas freigegeben werden muss. Bots behalten die Erinnerung an frühere Gespräche und sollen lernen, wie eine bestimmte Person Dinge erledigt haben will. Verfügbar für macOS, iOS, Windows und Linux, Android folgt. Ein eigenes Abo gibt es nicht: Der Zugang steckt in SuperGrok Heavy für 300 Dollar im Monat, Cursor Ultra für 200 Dollar im Monat für Einzelpersonen und Cursor Teams Premium für 120 Dollar je Platz, für Unternehmen gibt es eine Warteliste. Cursor steht deshalb auf der Liste, weil SpaceX im Juni zugestimmt hat, dessen Hersteller Anysphere für 60 Milliarden Dollar in Aktien zu kaufen.
Warum es wichtig istAlle großen Labore verkaufen inzwischen dasselbe in anderer Verpackung: einen Agenten, der nicht aufhört, wenn man den Laptop zuklappt. Besonders ist hier die Weigerung, ihn separat zu bepreisen. Grok Bot existiert, damit sich die 200- bis 300-Dollar-Stufen lohnen — und darin steckt die Ökonomie: Ein dauerhaft laufender Agent kostet pro Stunde zu viel, um billig verkauft zu werden, also dient er als Grund, Kunden eine Preisstufe höher zu ziehen. Es ist zugleich das erste sichtbare Produkt des Cursor-Kaufs: Ein Coding-Abo und ein Allzweck-Agent gehören jetzt zur selben Produktlinie. Im Kopf behalten sollte man: Ein Agent, der sich in Ihre Konten einloggt und in Ihren Apps klickt, trägt Ihre Berechtigungen, nicht seine eigenen — und Beta-Software mit Ihren Zugangsdaten ist eine wirklich neue Risikokategorie.
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