KI in der Bildung
AI Minute Newsroom
2026-08-27
Mehr als 25 Bildungsministerinnen und -minister unterzeichnen im nächsten Monat eine gemeinsame Erklärung zu KI an Schulen — der ausgehandelte Satz lautet: KI unterstützt Lehrkräfte, sie ersetzt sie nicht
Die UNESCO teilte diese Woche mit, dass über 25 Bildungsministerinnen und -minister bei ihrer Digital Learning Week vom 8. bis 11. September in Paris eine gemeinsame Ministererklärung darüber verabschieden werden, Bildung im Zeitalter der KI als Gemeingut zu erhalten. Die erklärte Position der Organisation lautet, Entwurf, Einsatz und Nutzung von KI müssten „für und durch Menschen in gerechter, inklusiver und ethischer Weise„ gesteuert werden, und Lehrkräfte sollten KI nutzen, „um ihren fachlichen Beitrag und ihr Urteil zu unterstützen, nicht um sie zu ersetzen“. Die vier Tage sind um drei Fragen herum gebaut: Was gilt als Tatsache, wenn Wissen synthetisiert werden kann; welche Reibungen erzeugt KI in Schulsystemen; und was kommt als Nächstes — von digitaler Souveränität und gemeinwohlorientierter KI bis zu bewusst analogen und gemeinschaftsgetragenen Ansätzen. Die UNESCO erwartet mehr als 1.000 Menschen vor Ort und Tausende weitere online; die Anmeldung ist für beides offen. Nach eigenen Angaben hat die Organisation bisher 58 Länder bei der Ausbildung von KI-Kompetenzen unterstützt.
Warum es wichtig istEine Ministererklärung ist kein Gesetz, und niemand muss sich daran halten. Was sie leistet: Sie gibt einer Bildungsministerin einen Satz an die Hand, auf den sie zeigen kann, wenn ein Anbieter mit dem Versprechen sinkender Personalkosten vor der Tür steht — und sie gibt denselben Satz auch den Lehrergewerkschaften und Elternvertretungen. Genau deshalb ist die ausgehandelte Formulierung wichtig: Von „unterstützen, nicht ersetzen„ zurückzurudern, nachdem 25 Regierungen unterschrieben haben, ist deutlich schwerer als von einem vagen Innovationsbekenntnis. Wer unterrichtet, hört über die Online-Anmeldung am billigsten, worauf sich das eigene Ministerium festlegt, bevor es im Klassenzimmer ankommt.
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