Branche
2026-08-15
Chinas größter Chiphersteller erhöht die Preise — die Fabriken sind zu 93,7 % ausgelastet, der Quartalsumsatz überschritt erstmals 3 Milliarden Dollar
In der Bilanzkonferenz am 13. August meldete SMIC für das zweite Quartal einen Umsatz von 3,006 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorquartal und erstmals über 3 Milliarden. Der Nettogewinn lag bei 479 Millionen Dollar, die Bruttomarge stieg von 20,1 % auf 25,3 %, die Kapazitätsauslastung erreichte 93,7 %. Die Wafer-Auslieferungen wuchsen um 14,4 %, während der Durchschnittspreis je 8-Zoll-Äquivalent-Wafer um 5,7 % auf 991 Dollar zulegte — dort, wo nichts mehr zu verkaufen ist, verlangt das Unternehmen mehr. Das Management führte das auf die „sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Peripheriechips durch KI" zurück; über die Segmente KI, Computing und Industrie/Automobil hinweg lag das Wachstum bei rund 40 %. Für das laufende Quartal stellt SMIC etwa 95 % Auslastung und eine Bruttomarge von 26–28 % in Aussicht.
Warum es wichtig istSMIC kann die neuesten Lithografieanlagen nicht kaufen, weshalb die Annahme hinter den Exportkontrollen lautete: Das Unternehmen bleibt ein Billiglieferant älterer Chips. Eine Foundry, die zu 93,7 % läuft und die Preise anhebt, ist kein Billiglieferant — sie ist eine ohne freie Kapazität. Und was das treibt, sind nicht die Beschleuniger, auf die alle schauen. Es sind die gewöhnlichen Strom-, Schnittstellen- und Steuerchips rund um jeden KI-Server: von niemandem beschränkt und in China längst in großem Maßstab herstellbar. Die Kontrollen sollten die Spitze des Stapels halten. Die Enge zeigt sich an dessen Basis — dorthin ist die Preissetzungsmacht still gewandert.
✓ Verifiziert · 3 Quellen
▶ Passendes Video: SMIC: China's Main Bet Against TSMC and Samsung | WSJ
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