Neue Modelle
2026-08-21
Einmal vormachen — drei bis zwölf Sekunden — und der Roboter erledigt die Aufgabe ganz ohne Training 59 von 100 Mal richtig
Generalist AI veröffentlichte GEN-1.5 am 19. August. Die Vorführung ist hier keine Trainingsdatei, sondern die Anweisung selbst. Ein drei bis zwölf Sekunden langer Clip, in dem jemand die Aufgabe ausführt — aufgenommen von einer Person mit Greifern in der Hand oder vom Roboter selbst —, wird in das dreißig Sekunden lange Kontextfenster des Modells geladen, und der Roboter versucht die Aufgabe dann ohne jede Gradientenaktualisierung und ohne Feinabstimmung. Über zehn verschiedene Arbeiten hinweg, darunter ein Glas öffnen, ein Federmäppchen aufziehen und Geld aus einem Portemonnaie holen, kam dieser Ein-Demo-Ansatz auf durchschnittlich 59 Prozent Erfolg, mit einer Streuung von etwa zehn Punkten. Zehn Gradientenschritte auf fünf Minuten Daten hoben den Wert auf 83 Prozent. Das Modell nimmt Video zusammen mit Sensor-, Sprach- und Körperpositionsdaten auf und gibt hundertmal pro Sekunde Bewegungsbefehle aus. Die Fähigkeiten, mit denen das Unternehmen wirbt — der Sprung von der Simulation in die Wirklichkeit, der Umgang mit unbekanntem Werkzeug, das Umgehen von Hindernissen, die Arbeit mit beiden Armen —, seien als solche nie trainiert worden, sondern aus acht Monaten durchgehendem Vortraining an physischer Interaktion hervorgegangen. Weder Gewichte noch ein Produkt wurden angekündigt.
Warum es wichtig istDass nützliche Roboter selten bleiben, liegt nicht daran, dass man sie nicht programmieren könnte, sondern daran, dass jede neue Aufgabe bislang eine frische Runde Datenerhebung und Neutraining bedeutete — was alles außer Fabrikarbeit in großer Stückzahl unbezahlbar macht. Aus einer einzigen Vorführung zu lernen, in der Zeit, die es braucht, jemandem etwas zu zeigen, ist der Unterschied zwischen einer Maschine, die für eine Arbeit konstruiert werden muss, und einer, der man sie sagen kann. Zur Zahl gehören zwei Vorbehalte: 59 Prozent sind weit von verlässlich entfernt, und es ist die Bewertung des Unternehmens für sein eigenes Modell, an selbst gewählten Aufgaben. Doch vor drei Wochen berichteten wir über einen quelloffenen chinesischen Roboter-Lerner mit Einzeldemonstration, und dass eine zweite Gruppe auf anderem Weg zur selben Idee gelangt, ist genau der Moment, in dem ein Forschungsergebnis zum Trend zu werden beginnt.
✓ Verifiziert · 3 Quellen
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