Meta einigte sich am 26. August mit 29 US-Bundesstaaten, die 2023 geklagt hatten: Instagram und Facebook seien wissentlich so gestaltet worden, dass sie Kinder abhängig machen, und es seien unter Verstoß gegen das bundesweite Kinderdatenschutzgesetz Daten von unter 13-Jährigen ohne Einwilligung der Eltern gesammelt worden. Die Schlagzeile lautet bis zu 18 Milliarden Dollar, interessanter ist die Konstruktion: 70 Prozent werden über zehn Jahre gezahlt, die restlichen 30 Prozent — rund 5,3 Milliarden — werden nur fällig, wenn YouTube und TikTok denselben Betrag aufbringen und dieselben Regeln übernehmen, darunter ein Tageslimit von einer Stunde, eine Nachtsperre und Altersprüfungen. Meta bucht im dritten Quartal eine Rückstellung von 10 Milliarden Dollar. Die Verhaltensauflagen laufen zehn Jahre und ändern die Voreinstellungen für alle Nutzer unter 18: zwei Stunden täglich für Facebook und Instagram zusammen, anheben darf das nur ein Elternteil; Warnungen nach 60 und 90 Minuten, danach alle 15; automatische Sperre von Mitternacht bis 6 Uhr; stumme Benachrichtigungen von 8 bis 15 Uhr; ausgeblendete Like-Zahlen; blockierte extreme Schönheits- und Schönheitschirurgie-Filter; strengere Voreinstellungen für private Konten und engere Grenzen dafür, dass Erwachsene Jugendliche finden oder ihnen folgen. Direktnachrichten zählen nicht in die Zeitmessung. Meta verpflichtet sich zudem zu Altersverifikationstechnik, um zu junge oder falsch angemeldete Konten zu erkennen. Ein Fehlverhalten räumt das Unternehmen nicht ein, und ein Gericht muss den Vergleich noch bestätigen.