Branche
2026-08-09
Amazons nächstes KI-Rechenzentrum bringt sein eigenes 7,65-Gigawatt-Gaskraftwerk mit — und die größte Emissionsgenehmigung der USA
Amazon bestätigte am Freitag, dem 8. August, dass es hinter einem Rechenzentrumsgelände im Pecos County im Westen von Texas steht, das netzunabhängig von einem 7,65-Gigawatt-Erdgaskraftwerk versorgt wird, das Pacifico Energy entwickelt. Das Kraftwerk soll 35 Turbinen betreiben und wäre größer als jedes derzeit in den USA laufende Gaskraftwerk. Die texanische Umweltbehörde hat eine Luftgenehmigung für bis zu 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erteilt — die größte je im Land ausgestellte Luftgenehmigung und mehr, als heute irgendein einzelnes US-Kraftwerk ausstößt. Amazon erklärt, der Standort werde durch neue Erzeugung vor Ort versorgt, die die Stromkosten texanischer Familien nicht erhöhe, und nennt weiterhin 2040 als Netto-Null-Ziel. Satellitenbilder von Ende Juli zeigen, dass die Rodung bereits läuft; der erste Strom ist für Anfang 2027 geplant.
Warum es wichtig istHinter jeder Chatbot-Antwort steht eine Stromrechnung, und so sieht diese Rechnung aus, wenn ein Konzern nicht länger auf das Netz wartet, sondern sein eigenes Kraftwerk baut. Gaskraftwerke stoßen nicht nur Kohlendioxid aus, sondern auch Feinstaub, Stickoxide und gefährliche Schadstoffe wie Formaldehyd und Benzol — und wer sie einatmet, lebt in Pecos County, nicht in den Städten, in denen die KI genutzt wird. Zugleich entsteht eine Vorlage: netzfern, selbstversorgt und in einem Maßstab genehmigt, den noch keine Aufsichtsbehörde abwägen musste.
✓ Verifiziert · 3 Quellen
▶ Passendes Video: Inside Climate News: Data Centers Are Building Their Own Gas Power Plants in Texas
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