Forschung
2026-08-03
KI fand dieses Jahr 1.061 Sicherheitslücken. Angreifer nutzten 14 davon.
VulnChecks Halbjahresbericht zur Ausnutzung zählte 1.061 Schwachstellen, die einer KI-gestützten Entdeckung zugerechnet werden — auf Basis von Datensätzen wie Anthropics Project Glasswing und der Berkeley Vulnerability Research Initiative — und fand nur 14 davon, also 1,3 %, als real ausgenutzt bestätigt. Das ist praktisch dieselbe Quote wie bei Lücken, die auf herkömmlichem Weg gefunden wurden. Unter dieser beruhigenden Schlagzeile steckt eine schärfere: Über alle 495 bekannten ausgenutzten Schwachstellen des ersten Halbjahres 2026 fiel der Median zwischen Veröffentlichung einer Lücke und Angriff von 120 Tagen im Jahr 2025 auf 80.
Warum es wichtig istDie Sorge, KI-gestützte Fehlersuche liefere Angreifern ein fertiges Arsenal, taucht in den Daten nicht auf: Eine Lücke zu finden und sie zu einer Waffe zu machen bleiben getrennte Aufgaben, und die meisten Funde sind die Zeit eines Angreifers schlicht nicht wert. Verändert hat sich die Uhr. Wer Ihre Systeme patcht, hat nach der Offenlegung nun rund zweieinhalb Monate statt vier — und diese Verschiebung gilt für jede Schwachstelle, ob Maschine oder Mensch sie gefunden hat.
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