Regulierung
AI Minute Newsroom
2026-08-27
Australiens Charts verlangen jetzt, dass ein Mensch den Song geschrieben und die Hauptstimme gesungen hat — die Regel gilt ab Freitag
Die Australian Recording Industry Association hat ihren Chart-Kodex neu gefasst und schließt Titel aus, die ganz oder überwiegend von generativer KI stammen; die Änderung gilt ab Freitag, dem 29. August 2026. KI-gestützte Aufnahmen bleiben nur zulässig, wenn sie im Kern von Menschen gemacht sind — praktisch muss ein Mensch den Song geschrieben und die Hauptstimme sowie die wesentlichen Instrumente eingespielt haben — und die genutzten KI-Dienste müssen lizenziert sein. Die ARIA kann unzulässige Aufnahmen künftig aus den Charts nehmen, Platzierungen korrigieren und Auszeichnungen aberkennen; Künstlerinnen und Künstler können Einspruch einlegen. Auslöser war eine Coverversion von Madonnas 'Like a Prayer' des DJs und Produzenten Josh Fawaz aus Queensland, die im Juli der meistgespielte Song im australischen Radio wurde und in zwei ARIA-Charts auf Platz vier kletterte, bevor Gesang und Schlagzeug als KI-generiert identifiziert wurden. ARIA-Chefin Annabelle Herd sagte, die Regel 'gibt jedem, der in Australien Musik veröffentlicht, eine klare Vorgabe, an der er sich orientieren kann'. Der Schritt folgt Grundsätzen, die der internationale Branchenverband IFPI im Juli veröffentlicht hat und die weltweit inzwischen mehr als 20 offizielle Chart-Programme übernehmen.
Warum es wichtig istCharts sind kein Schönheitswettbewerb — sie steuern Radioeinsätze, Playlist-Plätze, Festivalslots und Vorschüsse auf Tantiemen. Die Entscheidung, dass ein maschinell gemachter Titel dort nicht hineinkommt, ist das erste Mal, dass ein nationaler Branchenverband eine harte Grenze zwischen KI-Output und der kommerziellen Leiter zieht, die Musiker erklimmen — und die Grenze ist ungewöhnlich präzise: nicht 'keine KI', sondern eine menschliche Hand an Text, Hauptstimme und Hauptinstrumenten. Diese Formulierung wird kopiert werden. Zwanzig weitere Chart-Gremien arbeiten bereits mit derselben Vorlage, und dieselbe Frage — wie viel Maschine ist zu viel — wartet in Film, Verlagswesen und Games.
✓ Verifiziert · 3 Quellen
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